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Scheidungsrecht

Eine Scheidung wirft etliche Rechtsfragen auf und genauso viele Emotionen. Eine Ehe und Partnerschaft bedeutet auch Verantwortung für den Partner. Die Verantwortung nimmt zu, sobald Kinder geboren werden. Ein Scheitern der Partnerschaft belastet die Beteiligten nicht nur emotional; oft wird durch eine Trennung und die sich entbrennenden Konflikte auch die finanzielle Existenz der Partner gefährdet.

Eine gute Lösung erhalten Sie bei einer Scheidung dann, wenn auf einer sachlichen Basis klare Verhältnisse geschaffen werden. Wir kennen die rechtlichen und emotionalen Fallen einer Scheidung und unterstützen Sie mit fachlich fundierter Kompetenz und dem nötigen Fingerspitzengefühl.

Auf dieser Seite haben wir für Sie die wichtigsten Begriffe zusammengestellt, die Ihnen im Rahmen einer Scheidung üblicherweise begegnen.

Dem Thema Unterhalt führt bei einer Trennung und Scheidung oft zu den intensivsten Diskussionen. In vielen Fällen empfindet mindestens einer der Beteiligten die Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Unterhaltsrecht als ungerecht.

Kindesunterhalt

Relativ rasch ist meist beim Kindesunterhalt eine Klärung herbeizufähren, solange die Kinder minderjährig sind und einvernehmlich, schwerpunktmäßig bei einem Elternteil leben. Je ausgewogener das Betreuungsverhältnis jedoch ist, desto mehr steigt das Unverständnis über die Zahlung von Unterhalt beim Unterhaltsverpflichteten. Im Gegensatz zu den Unterhaltsbeträgen für den Partner sind die Unterhaltsbeträge für Kinder pauschaliert. Um Ihnen einen groben Überblick zur Höhe des Unterhalts zu verschaffen, stellen wir Ihnen über den unter diesen Absatz angebrachten Link die so genannte Düsseldorfer Tabelle zur Verfügung.

Wichtig! Ab Januar 2016 gelten neue Unterhaltssätze!

Duesseldorfer Tabelle 2016-Januar

Trennungsunterhalt

Trennungsunterhalt gibt es vereinfacht ab der Trennung bis zur Rechtskraft der Scheidung. Auf Trennungsunterhalt kann nicht wirksam verzichtet werden. Notwendig ist aber, dass der Unterhaltsverpflichtete ordnungsgemäß aufgefordert wurde, Unterhalt zu bezahlen. Ohne korrekte Aufforderung muss der Unterhaltsverpflichtete nichts bezahlen.

Nachehelicher Unterhalt

Die Rechtsprechung zum nachehelichen Unterhalt änderte sich in den letzten Jahren kontinuierlich. Was vor einigen Jahren richtig war, würde heute durch die Gerichte oft nicht mehr so entschieden werden. Typischerweise gibt es nachehelichen Unterhalt dann, wenn ein Ehepartner aufgrund Kindererziehung oder aufgrund des gelebten Ehemodells Einbußen in der Karriere hat - der sprichwörtliche "ehebedingte Nachteil".

Aber nicht nur dann gibt es nachehelichen Unterhalt. Der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt setzt keinen (!) ehebedingte Nachteil voraus. Es ist einer der häufigsten Irrtümer, dass es nur bei einem ehebedingten Nachteil Unterhalt gibt. Nachehelichen Unterhalt gibt es für einen begrenzten Zeitraum auch dann, wenn die Ehepartner in und nach der Ehe unterschiedlich viel verdienen. Dies wird damit begründet, dass der weniger verdienende Ehepartner nach der Scheidung finanziell nicht plötzlich erheblich schlechter dastehen soll, als in der Ehe.

Üblicherweise gilt: Keine Scheidung ohne Versorgungsaugleich. Dabei geht es um Ihre Vorsorge für das Alter, oder für den Fall der Erwerbsunfähigkeit. Geteilt werden die in der Ehe erworbenen Ansprüche auf gesetzliche, betriebliche und private Rente sowie (bei Beamten) auf die Beamtenversorgung. Bei einer kurzen Ehe (bis 3 Jahre) findet ohne Antrag kein Versorgungsausgleich statt.

Der Ehevertrag ist die Vorsorge für den Ernstfall der „Scheidung". Vor der Hochzeit denkt niemand gerne an dieses Risiko. Doch genau das sollten Sie tun. Vor allem wenn Sie Eigentümer von Immobilien, Aktien oder Unternehmen sind. Wir beraten Sie gerne, wie Sie mit einem Ehevertrag vor der Hochzeit sicherstellen, dass bestimmte Vermögenswerte im Scheidungsfall beim Zugewinnausgleich nicht berücksichtigt werden. Oder Sie regeln im Ehevertrag den Versorgungsausgleich und Unterhaltsansprüche. Auch das ist möglich.

Eine Scheidung kann die wirtschaftliche Existenzgrundlage gefährden. Das gilt vor allem dann, wenn ein hoher Zugewinnausgleich im Raum steht. Bei schwacher Liquidität droht Immobilien, Unternehmen oder Praxen der Zwangsverkauf. Wer vor der Ehe nicht mit einem Ehevertrag vorgebeugt hat, dem bleibt immer noch die Chance einer Verhandlungslösung. Wir beraten Sie, was in diesem Fall zu tun ist, und verfolgen Ihre Interessen mit Erfahrung und taktischem Verhandlungsgeschick.

Die Zugewinngemeinschaft ist der am weitesten verbreitete Güterstand in der Ehe. Er ergibt sich automatisch, wenn die Ehegatten nichts anderes vereinbart haben (Ehevertrag). Allerdings sind alte Eheverträge oft unwirksam. Wir prüfen gerne Ihren Ehevertrag, finden Lücken und erklären, welche Rechte und Risiken aus den Lücken folgen. Bei jedem Ehegatten wird der Zugewinn als Differenz zwischen dem Anfangsvermögen bei Eheschließung und dem Endvermögen bei Zustellung des Scheidungsantrags ermittelt. Der Ehegatte mit dem höheren Zugewinn in der Ehe muss die Hälfte dieser Differenz (Zugewinnüberschuss) an den anderen Ehegatten auszahlen.

Beim Zugewinnausgleich ist die Vermögensbewertung oft strittig. Die korrekte Bewertung von Vermögen ist eine komplexe Angelegenheit. Rechtliche und betriebswirtschaftliche Erwägungen sind zu berücksichtigen. Besonders schwierig wird es beim Geschäftswert (Good Will) von Handwerksbetrieben, Unternehmen, freiberuflichen Praxen und Beteiligungen an solchen Unternehmen.

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